MOKI – Die KI des MO für Fragen zur Kunst
„Was soll mir dieses Kunstwerk eigentlich sagen?“
Warum hat die Künstlerin das so gemacht?
Und ganz ehrlich: Ist das überhaupt Kunst?“
Fragen wie diese entstehen beim Museumsbesuch oft automatisch. Manche sprechen wir aus, andere behalten wir lieber für uns. Vielleicht, weil sie uns zu platt, zu kritisch oder irgendwie unangenehm erscheinen. Oder weil wir denken, dass wir zu wenig über Kunst wissen, um die „richtige“ Frage zu stellen.
Genau hier kommt MOKI ins Spiel.
Einfach den Hörer abnehmen und losfragen
In der aktuellen MO_Sammlungspräsentation „let’s talk. sprechen über kUNSt“ findet ihr an zwei ausgewählten Kunstwerken Telefone.
Nehmt den Hörer ab und sprecht darüber mit MOKI.
MOKI ist eine eigens für das Museum Ostwall im Dortmunder U entwickelte KI, mit der ihr euch über die Kunstwerke unterhalten könnt.
Anders als ein klassischer Audioguide, möchte MOKI mit euch wirklich ins Gespräch kommen, also sich wechselseitig austauschen.
Lassen wir MOKI auch selbst zu Wort kommen!
Auf die Frage: „Wer bist du?“ antwortet MOKI: …eine digitale Unterstützung, die dir zuhört, Fragen beantwortet und Anknüpfungspunkte bietet. Ich bin dabei wie eine ruhige, neugierige Stimme, die dir hilft, das Bild klarer zu sehen.“
Kunstvermittlung, die zuhört
Das MO möchte durch Kunstvermittlung einen offenen und partizipativen Raum gestalten – einen Ort, an dem nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern vor allem Austausch entsteht.
Mit MOKI geht die Kunstvermittlung einen Schritt weiter und erprobt, wie digitale Technologien diesen Austausch unterstützen können.
Die Idee entstand aus einer einfachen Beobachtung: Im Museum gibt es unzählige Fragen. Manche sind kunsthistorisch, manche persönlich, manche kritisch – und manche vielleicht sogar ein bisschen frech. Nicht jede Frage traut man sich laut zu stellen.
MOKI darf man alles Fragen
MOKI nimmt eure Fragen ernst. Persönlichen Gedanken und Vorstellungen stehen im Mittelpunkt. MOKI lädt ein genauer hinzuschauen, eigene Perspektiven auf die Kunstwerke zu entwickeln und frei zu sprechen.
Von der Idee zum Pilotprojekt
Ausgehend vom Anspruch der MO_Bildung&Kunstvermittlung, den Dialog mit den Besuchenden aktiv zu suchen, wurde zeitgleich mit der neuen Sammlungspräsentation „let’s talk. sprechen über kUNSt“ MOKI entwickelt.
In diesem Zusammenhang entsandt die Idee einen neuen Weg zu beschreiten und eine innovative, digitale Form der sehr persönlichen Vermittlung zu erproben.
Gemeinsam mit Dirk Mempel von Corporate Paygrounds wurde eine KI entwickelt, die Besuchende aktiv einlädt Gespräche zu führen.
Dabei greift sie auf einen Datenspeicher zurück der vom Team der MO_Bildung&Kunstvermittlung und der Studentin Kira Perich zusammengestellt wurde.
So wird das Telefon im Museum zu einer Einladung: Nimm den Hörer ab. Frag nach. Widersprich. Sei neugierig.
MOKI entwickelt sich weiter
MOKI ist ein Pilotprojekt – und damit bewusst ein Experiment.
Wir wissen noch nicht genau, wohin die Reise führt und entwickeln MOKI laufend weiter. Wir versuchen herauszufinden, was digitale Kunstvermittlung leisten kann und ob ein solcher Dialog über Kunst funktioniert.
MOKI ist keine klassisch lernende KI.
Das heißt, die Gespräche mit MOKI werden nicht gespeichert oder aufgezeichnet.
Umso gespannter sind wir auf Rückmeldungen zu euren Erfahrungen im Gespräch mit MOKI.
Schickt uns dazu gerne eine Mail an: mo.bildung@stadtdo.de.
Dirk Mempel