Monika Hanfland

Page 21

Immersiver Raum für digitales Storytelling

Im Zentrum von Page 21 steht der Immersive Raum, eine interaktive Kunstinstallation, die Besucher*innen in eine vielschichtige audiovisuelle Umgebung eintauchen lässt. In dieser virtuellen Szenerie eröffnen sich neue Perspektiven auf Werke aus den Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalens.

Die Eindrücke und Emotionen, die beim Betrachten eines Originals entstehen, verdichten sich hier zu begehbaren Erzählwelten. Der Immersive Raum lädt dazu ein, Kunst mit dem eigenen Körper zu erkunden, indem Besucher*innen sich durch die Installation bewegen und selbst Teil der Erfahrung werden.

Die begehbaren Erzählwelten des Immersiven Raums erschließen auf assoziative Weise historische und konzeptuelle Kontexte der Kunstwerke, stellen Verbindungen zur Gegenwart her und lassen Raum für eigene Interpretationen.

Der Immersive Raum wurde im Rahmen des Projekts Page 21 entwickelt. Das interdisziplinäre Entwicklungs- und Vermittlungsprojekt wird vom storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund gemeinsam mit dem Dortmunder U, dem Museum Ostwall und dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, digitale und immersive Technologien als narrative und pädagogische Werkzeuge für Kunst, Kunstvermittlung und Forschung zu erproben.

Narration, Technologie und gesellschaftlicher Diskurs

Page 21 untersucht digitales Erzählen an der Schnittstelle von Kunst, Gesellschaft und technologischer Innovation. Die entwickelten Erzählwelten gehen über eine reine digitale Darstellung von Kunst hinaus. Sie eröffnen eine narrative und multisensorische Kunstreise, in der zeitgenössische Künstler*innen aktuelle gesellschaftliche Themen aufgreifen und künstlerisch reflektieren.

Seit 2020 wird das Projekt in mehreren Förderphasen durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen im Programm Neue Künste Ruhr unterstützt. In dieser Zeit entstanden technische Infrastrukturen, künstlerische Arbeiten sowie neue Vermittlungsformate für Museen.

Page 21 arbeitet mit zahlreichen Partnerinstitutionen zusammen. Dazu gehören das Museum Folkwang Essen, das Märkische Museum Witten, das Next Level Festival, der Museumsverband NRW, das Kulturforum Witten sowie die Ruhr Universität Bochum. Gemeinsam entstehen immersive Erzählformate, technische Lösungen und Vermittlungskonzepte, die sowohl künstlerisch anspruchsvoll als auch niedrigschwellig zugänglich sind.

Ein zentrales Ziel der letzten Projektphase war die langfristige Verstetigung und Weitergabe der entwickelten Ansätze. Im Verlauf des Projekts entstanden ein dauerhaft zugänglicher Immersiver Raum, ein mobiler Immersiver Raum für den Einsatz in anderen Institutionen, ein multimedialer Webspace sowie verschiedene Workshopformate und Dokumentationen.

Page 21 zeigt damit, wie immersive Technologien nachhaltig, inklusiv und übertragbar in Museen und in der kulturellen Bildung eingesetzt werden können und leistet einen wichtigen Beitrag zur digitalen Weiterentwicklung der Museumslandschaft in Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen zur einer der Erzählwelten: dérive

Technologischer Rahmen

Der Immersive Raum ist ein technologischer Prototyp, der mithilfe von Hochleistungsprojektoren, Videotechnik, Soundeffekten, Bodyshakern und einer präzisen Interaktionssteuerung ein immersives Gesamterlebnis erzeugt. Ein Tracking-System erfasst die Position der Besucher*innen im Raum und passt die Projektion perspektivisch korrekt an deren Sichtfeld an. Gleichzeitig sorgt ein aufwändiges Lautsprechersystem für eine umhüllende Klangkulisse.

Technische Ausstattung:

  • Interaktive Videoinstallation
  • 4 Leinwände, 5 Projektoren
  • 3 Kinect-Kameras
  • 36 Lautsprecher, 4 Subwoofer
  • 16 Bodyshaker
  • 3 Computer
  • Raumgröße: 4 × 4 × 4 Meter

Öffnungszeiten:

Sa + So: 11:00 – 14:30 Uhr | 15:00 – 18:00 Uhr

Ort:

Foyer im Dortmunder U

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Mehr Informationen

Team

Harald Opel – Künstlerische Leitung

Anna Rumeld – Projektleitung

Lennart Miketta – Digitales Storytelling

Aldina Okerić – Kunstvermittlung

Max Walter – Sounddesign, Regie

Jan Schulten und Lennart Oberscheidt – Creative Coding

David Wesemann – VFX Artist, Regie

Timo Sodenkamp, Azziza El-Yabadri, Elisabeth Drache, Marc Kemper – VFX Artist