Artist Talk: Ida Kammerloch
Was erzählen alltägliche Dinge über die Wege, die sie zurückgelegt haben und über die Welt, in der sie produziert, verkauft und benutzt werden? Ida Kammerloch verbindet in ihren Arbeiten persönliche Erinnerungen mit Fragen nach globaler Produktion, Konsum und Warenströmen.
Im Gespräch mit der Kuratorin Inke Arns gibt die Künstlerin Einblicke in MADE IN CHINA (2025) und Membrane of the New (seit 2024), die beide in der Ausstellung INDUSTRIAL. Seidenstraßen 3000 zu sehen sind. Der Artist Talk folgt den Geschichten hinter Materialien und Verpackungen und fragt danach, wie sich wirtschaftliche Umbrüche, globale Verflechtungen und persönliche Erfahrungen in scheinbar vertraute Gegenstände einschreiben.
Moderiert wird der Abend von der Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Amelie Gappa von der feministischen Initiative And She Was Like: BÄM!. Im Anschluss ist das Publikum eingeladen, eigene Fragen in das Gespräch einzubringen.
Gäste
Amelie Gappa ist freie Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin und Marketing-Managerin bei PACT Zollverein in Essen. Kuratieren versteht sie als „support structure“: als tragendes Gerüst eines sensiblen Konstrukts, in dem alle Beteiligten und Perspektiven Bedeutung haben. Aktuell arbeitet sie im Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei PACT Zollverein, mit einem Schwerpunkt auf Marketing. In ihrer bisherigen Arbeit war sie unter anderem für die Villa Oppenheim in Berlin, den Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, das Museum Ludwig und die Kunstmuseen Krefeld tätig. Zuletzt kuratierte sie das Programm des Kölner Off-Spaces La Felce mit. Als PR-Beraterin arbeitete sie bei welcome design an Projekten aus den Bereichen Design, Architektur und Kunst. Darüber hinaus engagiert sie sich ehrenamtlich in der feministischen Initiative And She Was Like: BÄM! und ist Vorstandsmitglied von AIC – Art Initiatives Cologne.
Ida Kammerloch ist bildende Künstlerin und Filmemacherin. Sie lebt und arbeitet in Wien. In ihren essayistischen Videoarbeiten und Installationen verbindet sie dokumentarische Recherche mit parafiktionalen Strategien, um die ideologischen, medialen und ökonomischen Strukturen sichtbar zu machen, die unsere Wahrnehmung und Repräsentation von Wirklichkeit prägen. Ausgehend von gefundenem Material, Alltagsobjekten oder Archivbildern untersucht sie, wie Körper, Bilder und Begehren im Spätkapitalismus codiert und zirkuliert werden. Ihre Praxis ist geprägt von kritischer Medientheorie, künstlerischer Recherche und visuellen Techniken investigativer Narration.
