HMKV beginnt neues Kapitel: Künftig unter dem Namen Kunsthalle Dortmund
Im Rahmen des Festakts anlässlich seines 30-jährigen Bestehens gibt der HMKV Hartware MedienKunstVerein am 24.Juli 2026 eine wichtige Weiterentwicklung bekannt: Der Ausstellungsort trägt künftig den Namen Kunsthalle Dortmund.
Nach 30 Jahren internationaler Ausstellungstätigkeit steht der neue Name für die gewachsene Bedeutung und die klare Positionierung der Institution. Die Bezeichnung Kunsthalle Dortmund macht den Ausstellungsort und seinen Auftrag unmittelbar verständlich, stärkt die Sichtbarkeit der Institution und unterstreicht ihre Verankerung in der Stadt. Zugleich bleiben die programmatische Ausrichtung, der Träger und der Standort unverändert. Die Umbenennung des Ausstellungsortes wird durch ein neues, umfangreiches Corporate Design inklusive eines neuen Webauftritts ergänzt, der am Montag, den 27. Juli 2026 gelauncht wird.
Wie bisher: Kunsthalle Dortmund im Dortmunder U
Der Hartware MedienKunstVerein e. V. bleibt weiterhin Träger der Institution. Die Ausstellungen finden auch künftig im Dortmunder U auf der Ebene 3 sowie bei Sonderausstellungen auf der Ebene 6 statt. Die Kunsthalle Dortmund wird dort wie bisher ein internationales Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm zur zeitgenössischen Kunst mit einem besonderen Fokus auf Medienkunst realisieren. Der Eintritt auf Ebene 3 bleibt weiterhin frei.
„Seit 30 Jahren bringen wir internationale künstlerische Positionen nach Dortmund, die sich mit den gesellschaftlichen, politischen und technologischen Veränderungen unserer Gegenwart auseinandersetzen. Die Verbindung von zeitgenössischer Kunst, Medienkunst und gesellschaftlicher Reflexion prägt unsere Arbeit auch künftig — dann unter dem Namen Kunsthalle Dortmund“, sagt Dr. Inke Arns, seit über 20 Jahren Direktorin des HMKV Hartware MedienKunstVerein. „Der neue Name beschreibt klarer, wofür wir stehen: eine Kunsthalle für internationale Gegenwartskunst in Dortmund. Er schafft einen leichteren Zugang zu unserer Arbeit, ohne unsere Geschichte oder Identität aufzugeben, und entspricht eher dem, was wir heute machen.“ Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat sich der HMKV Hartware MedienKunstVerein zu einer international renommierten Institution für zeitgenössische (Medien-)Kunst entwickelt. Mit Ausstellungen, Performances, Filmprogrammen, Vorträgen und Vermittlungsangeboten bringt der Kunstverein internationale künstlerische Positionen
Zeitgenössische Medienkunst bleibt Profil des Ausstellungsprogramms
„Der Hartware MedienKunstVerein bleibt der Träger unserer Institution“, sagt Stefan Hilterhaus, Vorsitzender des Hartware MedienKunstVerein e. V. „Aber die vergangenen Jahre haben auch gezeigt, dass der Name unsere Arbeit nicht mehr ausreichend abbildet. Der Verzicht auf den Begriff ,Medienkunst‘ im Namen ist auch eine Reaktion auf die Etablierung und den Wandel der Begrifflichkeit.“ Auch aus kuratorischer Perspektive ist dieser Schritt folgerichtig, erläutert Dr. Inke Arns: „Ohnehin sind die Grenzen zwischen bildender Kunst und Medienkunst heute viel durchlässiger als bei der Gründung des Vereins in den 1990er-Jahren. Medienkunst ist selbstverständlich(er) geworden – auch dank der Arbeit des HMKV.“
Die Entscheidung für den neuen Namen ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Ziel ist es, die Institution für Besucher*innen, Medien sowie nationale und internationale Partner*innen klarer erkennbar und zugänglicher zu machen sowie ihre Positionierung als Ort für internationale Gegenwartskunst weiter zu stärken.
30 Jahre Entwicklung: Von hARTware projekte zur Kunsthalle Dortmund
Die Entwicklung vom HMKV zur Kunsthalle Dortmund ist Teil einer langen Geschichte institutioneller Weiterentwicklung. 1996 von Iris Dressler und Hans D. Christ als hARTware projekte gegründet, arbeitete die Initiative zunächst projektbezogen an wechselnden Ausstellungsorten, bevor daraus der Hartware MedienKunstVerein hervorging. Damals war noch nicht absehbar, dass 30 Jahre später teilweise über 20.000 Menschen Ausstellungen des Vereins besuchen werden. Nach einem Standort-Exkurs mit der Ausstellung „Reservate der Sehnsucht“ (1998) in der damaligen Ruine der Dortmunder Unionbrauerei – dem heutigen Dortmunder U – ging es 2003 in die PHOENIX Halle in Dortmund-Hörde – mit diesem festen Ausstellungsort entwickelte sich auch der Name weiter zu „Hartware MedienKunstVerein“, kurz HMKV (ab 2005). Mit dem Umzug des HMKV ins Dortmunder U (2010) konnte der HMKV auf einmal ganzjährig tätig sein und – jetzt gut erreichbar im Zentrum Dortmunds – seine Besuchszahlen signifikant steigern. Mit der Umbenennung reagiert der Verein nun erneut dynamisch auf seine Weiterentwicklung.
„Alles wie immer. Alles neu“:
Neue Corporate Identity und Launch der neuen Website
Die offizielle Bekanntgabe der Umbenennung erfolgt am 24. Juli 2026 im Rahmen des Festakts zum 30-jährigen Jubiläum des HMKV Hartware MedienKunstVerein. Mit der Bekanntgabe des neuen Namens beginnt auch die schrittweise Umstellung der Außenkommunikation. Der Namenswechsel wird von einem umfassenden Rebranding begleitet, das in Zusammenarbeit mit der Kreativgruppe Running Water aus Düsseldorf entwickelt wurde: Die Institution erhält eine neue Corporate Identity mit einem weiterentwickelten visuellen Erscheinungsbild, einer neuen Farbwelt und einer klareren Gestaltungssprache, die ihre programmatische Ausrichtung und ihre Rolle als Kunsthalle für zeitgenössische (Medien-)Kunst sichtbar macht. Am Montag, den 27. Juli 2026, geht die neue Website der Kunsthalle Dortmund online. Gleichzeitig werden die Social-Media-Kanäle der Institution unter dem neuen Namen und den entsprechend angepassten Handles weitergeführt. Die begleitende Kampagne zur Umbenennung des Ausstellungsortes läuft unter dem Claim: „Alles wie immer. Alles neu. Der HMKV ist jetzt die Kunsthalle Dortmund.“ Der Claim beschreibt nicht nur den neuen Namen und den weiterentwickelten Auftritt, sondern auch ihre programmatische Haltung: Die Kunsthalle Dortmund bleibt ihrem Auftrag treu, sich mit zeitgenössischer Kunst und den sich wandelnden gesellschaftlichen, politischen und technologischen Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Wie schon in den vergangenen 30 Jahren entstehen dabei immer wieder neue Perspektiven auf die Themen unserer Zeit.
Neue Ausstellung INDUSTRIAL: Seidenstraßen 3000
eröffnet am 11. September 2026
Die Kunsthalle Dortmund öffnet nach sechswöchiger Umbauphase am Freitag, den 11. September 2026 um 18:30 Uhr die internationale Gruppenausstellung INDUSTRIAL: Seidenstraßen 3000, kuratiert von Inke Arns und Thibaut de Ruyter. Mit Werken von 23 Künstler*innen aus 16 Ländern widmet sich diese Ausstellung der globalen Produktion, der Logistik und dem Transport von Gütern. Entscheidend ist dabei, dass Güter von Menschen hergestellt werden und dass alle Industrien – ob „schwer“, kulturell oder kreativ – an Arbeit gebunden sind, die wiederum oft von Entfremdung und Ausbeutung geprägt ist. Entlang der heutigen Seidenstraßen, die sich von China bis nach Duisburg und ins übrige Europa erstrecken, ist es letztlich die menschliche Arbeit, die die Weltwirtschaft am Laufen hält. Mit Arbeiten von: Umida Akhmedova, Pavel Brăila, Ingo Günther, Cao Fei, DISNOVATION.ORG, Tamami IInuma, Sven Johne, Ida Kammerloch, Choy Ka Fai, Gulnara Kasmalieva und Muratbek Djuma-liev, Ali Kazma, Lin Pei-Ying, Michael Loeken & Ulrike Franke, Zauri Matikashvili, Stanislaw Mucha, Zdenek Porcal, Solveig Qu Suess, Anne Samat, Katja Stuke & Oliver Sieber und Wang Bing.
Über die Kunsthalle Dortmund
Die Kunsthalle Dortmund ist der Ausstellungsort des HMKV Hartware MedienKunstVerein e. V. im Dortmunder U. Der Verein wurde 1996 gegründet und zählt heute zu den profiliertesten Institutionen für internationale zeitgenössische (Medien-)Kunst in Deutschland. Sein Programm umfasst Ausstellungen, Performances, Filmprogramme, Vorträge und weitere Vermittlungsangebote mit einem besonderen Fokus auf Medienkunst und den gesellschaftlichen Fragestellungen der Gegenwart. Mit der Umbenennung des Ausstellungsortes in Kunsthalle Dortmund wird die öffentliche Wahrnehmung der Institution geschärft. Träger bleibt unverändert der HMKV Hartware MedienKunstVerein e. V. Der HMKV Hartware MedienKunstVerein wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund / Dortmunder U.