Schwarzweiß Foto von Gebäude
Francis Hunger: Statistical Hypnagogia, 2021, Single-channel video, sound, 12:26 min., Courtesy of the Artist © Francis Hunger

Kleiner Freitag: HMKV Talk: Tina Bara & Ulrich Gutmair

Tina Bara, geboren 1962 in Kleinmachnow, ist eine bedeutende deutsche Fotografin. Nach ihrem Abitur begann sie 1980 ein Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1986 abschloss. Während dieser Zeit stand sie in engem Kontakt mit oppositionellen Gruppen in der DDR, darunter Frauen für den Frieden. Bereits 1985 zeigte sie ihre erste Fotoausstellung in der Galerie am Prater; weitere Ausstellungen folgten unter anderem 1988 in Leipzig, Gotha und Cottbus. Zudem war sie 1987/88 an der großen Kunstausstellung der DDR in Dresden beteiligt. Parallel dazu absolvierte sie von 1986 bis 1989 ein Fernstudium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1986 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin und war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Unter anderem fotografierte sie für das DEFA-Studio für Dokumentarfilme, etwa im Zusammenhang mit dem Film flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport. Im Juli 1989 zog sie nach West-Berlin; seit 1993 ist sie Professorin für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Ulrich Gutmair ist Redakteur für Politisches Buch und Politik bei der taz. Er studierte Geschichtswissenschaften und Publizistik an der Freien Universität Berlin. In seinem Debüt Die ersten Tage von Berlin: Der Sound der Wende (2013) schildert er, wie Hausbesetzer, Künstlerinnen, DJs und Raver nach dem Mauerfall in Berlin-Mitte eine temporäre autonome Zone schufen. In Wir sind die Türken von morgen. Neue Welle, neues Deutschland (2023) beschreibt Gutmair Punk als ästhetische Haltung, die Nationalismus, Rassismus und Sexismus mit Negation, Provokation und Satire begegnet.


Über den HMKV Hartware MedienKunstVerein

Der HMKV Hartware MedienKunstVerein ist eine Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst. Medienkunst wird dabei nicht als technisch determiniertes Genre verstanden, sondern als zeitgenössische Kunst, die sich inhaltlich und konzeptuell mit unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten Gegenwart auseinandersetzt.


Für die Veranstaltung ist keine Anmeldung erforderlich. Die Veranstaltungsteilnahme ist kostenfrei.

Der „Kleiner Freitag“ findet jeden Donnerstag ab 19 Uhr an unterschiedlichen Orten im und am Dortmunder U statt.

Hiermit ist die Vorfreude auf das (fast-)Wochenende garantiert!