Neues Leitungsteam: Das Dortmunder U richtet den Blick nach vorn

Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Regina Selter und Matthias Kozka führen das Dortmunder U künftig gemeinsam. Sie wollen die Vielfalt des Hauses stärker verbinden, Kunst und gesellschaftlichen Austausch fördern und das U als offenen Kulturort für Dortmund und darüber hinaus weiterentwickeln.

Regina Selter und Matthias Kozka vor dem Dortmunder U
Neues Leitungsteam: Das Dortmunder U richtet den Blick in die Zukunft.

© Stadt Dortmund / Roland Baege

Regina Selter übernimmt die Leitung des Geschäftsbereichs und verantwortet den künstlerischen Bereich des Dortmunder U. Zugleich bleibt sie Direktorin des Museum Ostwall. Matthias Kozka wird stellvertretender Geschäftsbereichsleiter und übernimmt die kaufmännische Verwaltungsleitung. Mit der neuen Führungsstruktur wollen beide die unterschiedlichen Institutionen und Kompetenzen unter dem Dach des U stärker zusammenbringen.

Das Haus steht seit 16 Jahren für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung. Nun will das Leitungsteam die gemeinsame Ausrichtung des Kulturortes noch deutlicher sichtbar machen. „In dieser Zeit haben die städtischen und externen Partner*innen ein vielfältiges und internationales Programm aus Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops entwickelt. Gleichzeitig denken wir, dass wir den Blick auf das Dortmunder U, auf seine Inhalte, seine Vielfältigkeit und seinen Bezug zur Stadtgesellschaft noch stärker schärfen können“, sagt Regina Selter.

Stefan Mühlhofer, Leiter der Kulturbetriebe Dortmund, begrüßt die neue Führungsstruktur: „Ich freue mich sehr über diese Entwicklung. Die Bündelung zweier Fachkompetenzen auf höchstem Niveau ist ein großer Gewinn für das Dortmunder U. Regina Selter und Matthias Kozka bringen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen zusammen und sind zugleich eng mit der Stadt Dortmund und ihrer Kultur verbunden.“

Vielfalt wird zur Stärke: Mehr Kooperationen für die Zukunft

Unter dem Dach des Dortmunder U arbeiten Institutionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. Das Museum Ostwall zeigt mit seinen Ausstellungen und seiner Sammlung Kunst des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Die Kunsthalle Dortmund verbindet Medienkunst mit gesellschaftlichen Fragen. Die uzwei gibt jungen Menschen einen Raum für kreative und künstlerisch-digitale Ideen und entwickelt gemeinsam mit ihnen Ausstellungen. Hinzu kommen die Technische Universität Dortmund, die Fachhochschule Dortmund und weitere Partner*innen. Diese Vielfalt will das neue Führungsteam stärker als gemeinsame Stärke nutzen. „Die größte Chance ist, dass wir alle miteinander im Austausch sind, dass wir uns treffen, Themen besprechen, diskutieren und fragen: Was sind die Fragen und Themen der Zukunft?“, sagt Regina Selter.

Regina Selter und Matthias Kozka stehen vor einem Modell des Dortmunder U
Zwei Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: Regina Selter und Matthias Kozka führen das Dortmunder U künftig gemeinsam.

Stadt Dortmund / Roland Baege

Wie das funktionieren kann, zeigen gemeinsame Projekte aus der Vergangenheit. Bei der Ausstellung „Flowers“ arbeiteten das Museum Ostwall und die TU Dortmund zusammen. Studierende entwickelten eine eigene Ausstellung zum Thema und lenkten den Blick unter anderem auf Natur, Ökologie und Naturschutz. Auch das Thema Müll verband zuletzt verschiedene Bereiche des Dortmunder U. An solche Kooperationen wollen Regina Selter und Matthias Kozka anknüpfen. Geplant sind unter anderem eine engere Zusammenarbeit zwischen der Kunstvermittlung des Museum Ostwall und der uzwei sowie weitere gemeinsame Projekte mit der TU Dortmund.

Ort für Kunst, Forschung, Bildung und digitale Kultur

Das neue Führungsteam setzt dabei nicht auf einen Neuanfang, sondern auf eine klarere gemeinsame Linie. Das Dortmunder U soll noch stärker als Ort für Kunst, Forschung, Bildung und digitale Kultur wahrgenommen werden – und als Raum, in dem unterschiedliche Menschen und Meinungen zusammenkommen.

„Wir sind ein Haus der Vielfalt, des demokratischen Gedankens“, sagt Regina Selter. Kunst und Kultur können unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen, den Austausch fördern und Werte wie Freiheit und Meinungsvielfalt vermitteln. Diesen Beitrag zu einer offenen Gesellschaft will das U künftig stärker zeigen.

Dazu gehören Angebote, bei denen Besucher*innen nicht nur zuschauen, sondern selbst mitmachen und ihre Sichtweisen einbringen können. Die uzwei für kulturelle Bildung und der Bürger*innenbeirat des Museum Ostwall zeigen bereits, wie das gelingt. Diese Formen der Beteiligung sollen weiter ausgebaut werden. Auch neue Wege der Kunstvermittlung sollen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe für Kunst begeistern.

Das Dortmunder U will Menschen zusammenbringen

Das Dortmunder U ist Wahrzeichen, Kulturort und Experimentierraum zugleich. Seine Architektur macht das Haus weithin sichtbar. Das Leitungsteam will künftig noch stärker erkennbar machen, was im Inneren passiert: Menschen begegnen Kunst, diskutieren gesellschaftliche Fragen, forschen, lernen und entwickeln eigene Ideen. „Als Haus für alle soll es noch sichtbarer werden“, sagt Selter. Kunst, Wissenschaft und Bildung sollen möglichst vielen Menschen offenstehen und Lust auf einen Besuch machen. Matthias Kozka formuliert den gemeinsamen Anspruch so: „Das Dortmunder U soll ein Ort sein, an dem große Ideen auf offene Türen treffen. Wir wollen Kunst, Wissen und gesellschaftlichen Austausch so verbinden, dass Menschen Neues entdecken, sich einbringen und das Haus als ihren Kulturort erleben.“

Regina Selter und Matthias Kozka im Treppenhaus des Dortmunder U
Das Leitungsteam will die gemeinsame Ausrichtung des Kulturortes noch deutlicher sichtbar machen.

Stadt Dortmund / Roland Beage

Eine Leitidee bringt den Anspruch auf den Punkt: „Wir passen das Haus den Menschen an – und nicht die Menschen an das Dortmunder U.“ Das Dortmunder U soll sich also an den Menschen orientieren – und ihnen immer wieder neue Gründe geben, zu kommen, zu bleiben und sich einzubringen.

Zwei Perspektiven, ein Leitungsteam

Regina Selter ist Direktorin des Museum Ostwall im Dortmunder U und seit Juni 2026 zudem Leiterin des Dortmunder U. Gemeinsam mit der kaufmännischen Verwaltungsleitung bildet sie das neue Führungsteam. Selter ist Sprecherin des Verbundes der 21 RuhrKunstMuseen in NRW. Als Kuratorin verantwortete sie zahlreiche Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst sowie zu Bildung und Kunstvermittlung. Ihr Schwerpunkt liegt auf einem lebensnahen, beteiligungsorientierten Zugang zu Kunst, der Anknüpfung an die Sammlungsbestände und der Sichtbarkeit weiblicher und queerer Identitäten in der Kunst. Regina Selter studierte Kunstgeschichte und Romanistik in Bochum, Wien und Paris und schloss ihr Studium als Magistra Artium ab.

Matthias Kozka, 40 Jahre, wurde in Witten geboren und wuchs in Dortmund-Scharnhorst auf. Er ist seiner Heimatstadt seit vielen Jahren beruflich und persönlich eng verbunden. Seine berufliche Laufbahn begann mit einem dualen Studium bei der Stadt Dortmund für den gehobenen Dienst, das er als Diplom-Verwaltungsbetriebswirt (FH) abschloss. Anschließend arbeitete er in der Stadtkämmerei Dortmund und studierte parallel Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Dort erwarb er den Master of Science (M.Sc.) mit dem Schwerpunkt Dienstleistungsmanagement. Zehn Jahre lang war Kozka Büroleiter von Stadtdirektor, Kämmerer und Kulturdezernent Jörg Stüdemann. Dabei befasste er sich insbesondere mit Finanzen, Immobilien und Kultur sowie mit verschiedenen Sonderprojekten und Projektpartnerschaften. Seit Juni 2026 ist Matthias Kozka fest im Dortmunder U tätig. Seine besondere Leidenschaft gilt Kunst und Kultur ebenso wie Sport und vor allem Musik: Kozka ist aktiver Musiker.


Autorin:
Stadt Dortmund
Fachbereich Marketing + Kommunikation
Silke Hempel – Pressestelle