Die Inschrift „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und der Ausstellungstitel
TU Dortmund/IZBD

Eichmann und kein Ende

Der Straflosigkeit der Täter ein Ende setzen für Frieden, Sicherheit und Wohl der Welt.

Adolf Eichmann war im Range eines SS-Obersturmbannführers Leiter des Referats IV B 4 („Judenangelegenheiten, Räumungsangelegenheiten“) im „Reichssicherheitshauptamt“. Er organisierte die Deportation von Millionen von Juden in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager und war so für deren Ausbeutung und Ermordung verantwortlich.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und der Flucht aus US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft tauchte er zunächst in Deutschland unter und setzte sich 1950 nach Argentinien ab. Dort lebte er mit seiner Familie zehn Jahre unter dem Namen “Ricardo Klement”.

Aufgrund von Hinweisen wurde er am 11. Mai 1960 durch Agenten des israelischen Geheimdiensts Mossad entführt und vom 11. April 1961 bis zum 15. Dezember 1961 in Jerusalem vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung erfolgte in der Nacht zum 1. Juni 1962.

Die Ausstellung stellt den Eichmann-Prozess in eine Reihe von Verfahren, die sich mit der Ahndung von NS-Verbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit befassen: Von den Nürnberger Prozessen über den Eichmann-Prozess und die Auschwitz-Prozesse bis hin zu den letzten Holocaust-Prozessen in Deutschland. So ergibt sich das Bild eines Ringens um Gerechtigkeit durch die Schaffung neuen Rechts und neuer Institutionen (Internationaler Strafgerichtshof).

Begleitprogramm „Banalität des Bösen?“

Ansprechpartner*in:

Prof. Dr. Barbara Welzel
Prof Dr. Thomas Goll

Initiativzentrum für politische Bildung und kommunale Demokratie