Tejal Shah, Between the Waves, 2012 5-Kanal Videoinstallation (Filmstill) © Tejal Shah und Project 88
Tejal Shah, Between the Waves, 2012, 5-Kanal Videoinstallation (Filmstill) © Tejal Shah und Project 88

Vorschau

Auf dieser Seite bieten wir eine Vorschau auf zukünftige (Sonder-)Ausstellungen.


Die Guerilla Girls machen mit kritischen Aktionen gegen Diskriminierung auf sich aufmerksam. Foto: © Katie Booth

MO_Schaufenster # 41
“IT’S NOT DEMOCRACY WITHOUT FEMINISM.”
MO_Kunstpreis 2025 für die Guerrilla Girls

30. November 2025 bis 01. Februar 2026

„Do women have to be naked to get into Metropolitan Museum?” Mit dieser provokant gestellten Frage erlangte das feministische Künstlerinnenkollektiv Guerrilla Girls 1989 internationale Bekanntheit: Auf wie vielen Kunstwerken im größten Museum New Yorks sind nackte Frauen als Objekte dargestellt – und wie viele Werke des Museums stammen von Frauen als künstlerisch handelnden Subjekten? Das Missverhältnis war spektakulär.

Seit 40 Jahren bekämpfen die Aktivistinnen mit provokanten Aktionen und scharfzüngigem Humor Missstände im Kunstbetrieb. Sie machen auf die mangelnde Repräsentation von Frauen oder People of Colour in Kunstmuseen aufmerksam, kritisieren ökonomische Machtverhältnisse in Kultur- und Bildungseinrichtungen und intervenierten mit spektakulären Billboard-Plakatierungen in den US-amerikanischen Wahlkampf. Grund genug, die Guerrilla Girls in diesem Jahr mit dem MO_Kunstpreis zu ehren, der einmal jährlich von den Freunden des Museum Ostwall e.V. an Künstler*innen verliehen wird, , deren Kunst mit dem Fluxus-Schwerpunkt der Museumssammlung verbunden ist.


Sonderausstellung / U6
MÜLL. EINE AUSSTELLUNG ÜBER DIE GLOBALEN WEGE DES ABFALLS
27. März bis 26. Juli 2026, Eröffnung am 26. März 2026

Krištof Kinteras raumgreifende Installation Postnaturalia (2016-2017) ist Teil von MÜLL. EINE AUSSTELLUNG ÜBER DIE GLOBALEN WEGE DES ABFALLS zu sehen sein.
Foto © Krištof Kintera

Insbesondere seit den 1960er Jahren setzen sich Künstler*innen kritisch mit dem auseinander, was die Gesellschaft für nicht mehr verwertbar hält. Inzwischen ist Müll ein globales Phänomen. Die auf stetig neuem Konsum basierende Wirtschaft produziert in Kreisläufen, die davon abhängen, den so entstehenden Abfall in anderen Ländern zu entsorgen. Die weltweiten Wege des Abfalls, die damit verbundenen Abhängigkeiten und ökologischen Folgen sind Thema der Sonderausstellung Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls, die rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts zeigt, darunter zwei neu geschaffene Auftragsarbeiten.

Installation, Skulptur, Fotografie, Video, Grafik und Medienkunst von Ana Alenso, Karimah Ashadu, Hicham Berrada, Heinz H.R. Decker, Nancy Holt, Allan Kaprow, Krištof Kintera, Chris Reinecke, HA Schult, Tejal Shah, Klaus Staeck u.a.


Sonderausstellung / U4
ZURÜCK ZUM BETON: INA WEBERS TRÜMMERBAHNEN-MINIGOLF
19. April – 7. Juni 2026, Eröffnung am 19. April 2026

Ab April 2026 darf Ina Webers Trümmerbahnen-Minigolf von Besucher*innen im Museum Ostwall gespielt werden. © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 (Foto: Bernd Borchardt)

Die Trümmerbahnen der Künstlerin Ina Weber sind 12 Minigolfbahnen, die zum Spielen einladen. Der Name verweist auf die Züge, die den Schutt des Zweiten Weltkriegs aus deutschen Städten entsorgten, um Platz für neue Gebäude zu schaffen. Die Architektur der Nachkriegsmoderne, die sich an den Prinzipien des Bauhaus orientierte und häufig aus Beton entstand, wurde als Zeichen des Aufbruchs gesehen. Weber nutzt bewusst dieses Material und baut daraus fiktive Architekturen als Bahnenhindernisse. Die banalisierten Bauten und dekonstruierten Städte laden so auch zur Auseinandersetzung mit unserer städtischen Umwelt ein. 


Sammlungspräsentation / U4 & U5
LET’S TALK – REDEN ÜBER KUNST
Werke aus der Sammlung des Museum Ostwall
Ab 5. September 2026

Josephine Sagnas Being It wurde 2025 vom MO_Beirat für die Sammlung des Museum Ostwall angekauft und ist ab September 2026 in der neuen Sammlungspräsentation zu sehen. © Joséphine Sagna (Foto: Roland Gorecki, Dortmund)

In der neuen Sammlungspräsentation des Museum Ostwall im Dortmunder U geht es darum, miteinander zu sprechen: Wie kommen wir als Gesellschaft ins Gespräch bei Themen, bei denen unsere Meinungen weit auseinander gehen? Welchen Wert messen wir dem persönlichen Gespräch in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft bei? Das Museum Ostwall zeigt Kunstwerke aus seiner Sammlung, die zwischenmenschliche Kommunikation zum Thema haben. Die Werke laden dazu ein, die eigene Perspektive auf ein gesellschaftliches Thema zu formulieren, im Gespräch mit anderen zu hinterfragen, sie zu schärfen oder zu überdenken.

Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie und Video von Jochen Gerz, Nan Goldin, Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker, August Macke, Gabriele Münter, Adrian Paci, Otto Piene, Takako Saito, Karl Schmidt-Rottluff, Wolfgang Tillmans, Wolf Vostell, Billie Zangewa u.a.


Dortmunder U (Hinterausgang, Westseite)
Testphase #5
Entsiegelungs-Aktion und Film-Screening mit Folke Köbberling
22. bis 29. März 2026 (außer 23. März 2026)

Folke Köbberling (*1969), Testphase #2, seit 2015, Ansicht der Entsiegelung mit Folke Köbberling im Rahmen der Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen!“, Bonn 2018 © VG Bild-Kunst, Bonn 2025 (Foto: Reinhard Kiehl)

Rund um das Dortmunder U gibt es große Straßen und Parkplätze, aber wenig Grün. Der Boden ist versiegelt, so dass kein Wasser versickern und keine Pflanze wachsen kann. Das soll sich ändern! Unter Anleitung der Künstlerin Folke Köbberling wird mit Hammer und Meißel der Asphalt aufgebrochen und durchlässig gemacht. Werkzeug und Schutzkleidung werden vor Ort ausgeliehen.

Parallel zur Entsiegelung laufen drei Kurzfilme von Folke Köbberling, die die Themen Verkehrspolitik und Nachhaltigkeit auf humorvolle Weise aufgreifen.

Testphase #5 wird im Rahmen des Volontärspreis Y des Jungen Freundeskreises der Kulturstiftung der Länder gefördert.